Eine Rose hat viele Blätter, aber wenige atmen das Parfüm ihres Herzens.
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Übung um die Intuition zu entwickeln

Montag, 29. Mai 2017 - 19:09 Uhr  |  Kategorie: Esoterik

Geschrieben von Samael Aun Weor (Alle Rechte vorbehalten)

Es ist notwendig, dass der Hingebungsvolle des Pfades auf Messers Schneide die Entwicklung der Intuition vertieft.

Diese Fähigkeit befindet sich im Kronenchakra, dieses Chakra strahlt in der Zirbeldrüse, die der Sitz der Seele, des dritten Auges ist.

Die heutigen Wissenschaftler glauben mehr zu wissen als die alten Weisen der antiken Mysterienschulen und verneinen all diese Dinge und betrachten die Zirbeldrüse nur auf physischem Gebiet, als ob sie den großen Hierophanten einen Handschuh in ihr ehrwürdiges Gesicht schlagen wollten.

Die alten Weisen der antiken Zeiten ignorierten niemals, dass die Zirbeldrüse ein kleines rot-graues Gewebe ist, das sich im hinteren Bereich des Gehirns befindet.

Sie kannten sehr gut das Hormon, das von dieser Drüse ausgeschüttet wird, die so eng verbunden ist mit der Entwicklung der Sexualorgane. Nach dem Erwachsenwerden entartet diese Drüse in Bindegewebe, das nichts absondert; dann kommt die Impotenz, es gibt nur eine Ausnahme: die Gnostiker ...

Die Zirbeldrüse ist das Zentrum der intuitiven Polividenz.

Im Herzen manifestiert sich die Intuition als Vorahnung, aber in der Zirbeldrüse verwandelt sich diese Vorahnung in intuitive Bilder.

Es ist dringend, dass die Hingebungsvollen das mächtige Mantram der Intuition üben.

Dieses Mantram ist das Folgende: "Triiiiiinnnnn....". Verlängern sie den Ton des Vokals "I" und den Konsonanten "N", geben sie ihm den Ton einer Glocke.

Der Schüler, der in vollkommene Meditation versunken ist und mit ruhigem Verstand, soll sich in einen Zustand der Stille begeben und dann das heilige Mantram mental singen.

Man kann dieses Mantram so oft singen wie man möchte, nach ungefähr zehn Minuten sollte man den Gesang dieses Mantrams beenden und für eine unbestimmte Zeit mit ruhigem Verstand bleiben; wenn die große Stille uns überflutet, entsteht in uns die Erfahrung der großen Realität.

 


Der Kürbis (Cucurbita pepo)

Montag, 29. Mai 2017 - 19:06 Uhr  |  Kategorie: Elementargeister

Geschrieben von Samael Aun Weor


Treten wir nun ein, oh Arhat, um im Tempel mit dem Kürbis zu zelebrieren.
Kleide dich mit deiner Tunika und dem weißen Umhang und gehe zum Altar, oh Araht!
Mit den Mächten des Elementarwesens des Kürbisses können wir mit den Menschenmengen arbeiten.
Das Elementarwesen des Kürbisses hat gewaltige Mächte über die Mengen.
Mithilfe der Elementalmagie des Kürbisses erreichte Jona, dass Ninive seine Sünde bereute.
Das Elementarwesen des Kürbisses hat eine kleine Krone auf seiner Zirbeldrüse, die ihm gewaltige Mächte über die Menschenmengen gibt.
Lerne, oh Araht, gegen die Gräueltaten der Menschheit mithilfe des Kürbisses zu kämpfen.
So hilfst du den Menschenmengen, und wenn du den Menschen hilfst, hilfst du dir selbst. Du weißt es.
Denke daran, dass das Elementarwesen des Kürbisses eine rosafarbene Tunika hat, wie die Farbe der selbstlosen Liebe.
Es ähnelt einem schönen Mädchen mit der Tunika der Liebe.
Jona war drei Tage im Bauch eines Fisches und am dritten Tag spuckte ihn der Fisch an den Strand von Ninive.
Jona setzte sich neben einen Kürbis und alle Menschen von Ninive empfanden Reue, sie zerrissen ihre Gewänder und fasteten und bedeckten ihren Körper mit einem Bußgewand.
Oh Araht, ich möchte, dass du die innere Beziehung zwischen dem Fischen des Meeres und dem Kürbis verstehst.
Es gibt einen machtvollen Engel, der über die Fische des Meeres und die Elementarwesen des Kürbisses herrscht.
Der Fluss des Lebens, der durch die Fische des Meeres fließt, ist derselbe, der durch die Pflanzenfamilie des Kürbisses fließt.
Der feurige Engel, der über den Kürbis herrscht, ist dieselbe lodernde Flamme, die über alle Fische des riesigen Meeres herrscht.
Der Zelebrierende muss den Kürbis in einen Topf mit Wasser geben, das auf einer kleinen Flamme kocht.
Der Kürbis muss in Stücke geschnitten werden, bevor er in den Topf mit Wasser gegeben wird.
Dieser Topf muss vor dem Altar kochen.
Der Zelebrierende muss den dampfenden Topf segnen und dem Elementarwesen des Kürbisses befehlen, die Menschenmengen dazu zu bringen, ihre Sünden zu bereuen.
Die große weiße Hierarchie wird dir während des Rituals beistehen.
Das Kollegium der Eingeweihten wird mit dir an diesem großen Werk des Vaters arbeiten.
Die feurigen Mächte dieses Elementarwesens lodern intensiv in den glühenden Funken der universalen Flammen.
Während dieser Zeremonie der Elementalmagie wird die weiße Taube des Heiligen Geistes in dich eintreten, oh Araht!
Nun, in tiefe Meditation versunken, kannst du das Wort Jehovas hören, oh Arhat!
Vergiss nicht mein Bruder, vergiss nicht, oh Araht, das jeder Wirbel des Mentalkörpers einer heiligen Höhle entspricht, die in den Tiefen der Erde verborgen ist.
Während deine feurige Schlange durch die glühende Wirbelsäule deines Mentalkörpers aufsteigt, wirst du die Höhle betreten, die dem jeweiligen Wirbel entspricht.
Diese Höhlen, die durch das Feuer deines Leuchters erleuchtet ist, erstrahlen feurig.
Die Höhlen, in denen deine brennende Fackel noch nicht leuchtet, sind von Dunkelheit und Rauch erfüllt und nur du, oh Arhat, kannst diese Finsternis mit dem heiligen Feuer deines Leuchters vertreiben.
In jeder der dreiunddreißig Höhlen des Arhats sprüht das glühende Feuer des kosmischen Verstandes der Natur.
In jeder der dreiunddreißig Höhlen des Arhats, die sich in den Tiefen der Erde befinden, werden die heiligen Mysterien des Feuers zelebriert.
Wenn der Arhat seine Höhlen mit der Fackel seines Leuchters erleuchtet, verwandeln das Licht und das Feuer seinen Materie-Verstand ind den Christus-Verstand.
Nachdem Jona von dem Fisch ausgespuckt worden war, predigte er in Ninive und setzte sich neben einen Kürbis, um mit den Mächten des Verstandes zu arbeiten, die im Knistern der feurigen Glut des kosmischen Verstandes lodern.
Die Menschen verstehen das Symbol von Jona nicht, obwohl Christus nach drei Tagen auferstanden ist.
Die Menschen verlangten nach Zeichen von Christus, aber er gab ihnen nur das Zeichen von Jona.
Lege dein schäbiges Gewand ab, denn es ist voller Würmer aller Arten von Fäulnis.
Der Wurm der Fäulnis trocknet den Kürbis aus und tötet ihn.
Nur die Arahts dürfen das Ritual des Kürbisses zelebrieren.
Das gesamte heilige Kollegium wird mit weißen Gewändern bekleidet zum Tempel des heiligen Rituals gehen.
Nur einige Helfer werden eine blaue Tunika und einen blauen Umhang während des Rituals verwenden.
Während einiger Momente werden die Lichter gelöscht und der Tempel bleibt in Dunkelheit.
Nun wirst du verstehen, dass der Kürbis zur Mentalebene gehört.
Nun wirst du das Symbol von Jona, dem Propheten verstehen, der neben einem Kürbis saß.
Das kurzzeitige Löschen der Lichter während des Rituals symbolisiert den Schritt aus der Finsternis ins Licht.
Wir müssen all das Niedere von tierischer Natur aus uns hinauswerfen.
Das Mantram des Elementarwesens des Kürbisses ist Ka.
Während dieses Rituals soll ein orientalischer Gong erklingen.


Die sieben Gemeinden

Freitag, 14. April 2017 - 08:44 Uhr  |  Kategorie: Kundalini

 Geschrieben von Samael Aun Weor (Alle Rechte vorbehalten)

Kundalini tritt durch die untere Öffnung der Wirbelsäule ein, die bei normalen und gewöhnlichen Menschen geschlossen ist. Die Samendämpfe öffnen diese Öffnung in der Wirbelsäule, damit die feurige Schlange dort eintritt. Entlang der Wirbelsäule gibt es den canalis centralis und in diesem gibt es einen anderen, noch feineren, der im Orient Brahmanadi genannt wird. Im Brahmanadi gibt es einen dritten Kanal, der noch feiner ist, den Nadi Chitra, und in diesem Letzteren existieren sieben Lotusblumen; diese sind die sieben Chakras, die sieben Gemeinden der Offenbarung des heiligen Johannes.

In dem Maße, in dem Kundalini durch die Wirbelsäule aufsteigt, öffnet sie jede einzelne der sieben Gemeinden. Diese sieben Chakras gleichen sieben Lotusblumen, die in unserer Wirbelsäule sprießen. Diese Lotusblumen hängen an der Wirbelsäule, wenn die heilige Schlange sich in der Gemeinde von Ephesus eingeschlossen befindet. Wenn die Schlange jedoch zum Gehirn aufsteigt, wenden sich diese Lotusblumen nach oben und erstrahlen mit dem sexuellen Feuer von Kundalini.

Es gibt spirituelle Schulen, die den Schülern Angst einflößen und behaupten, sie müssten Tausende von komplizierten Hindernissen und Theorien überwinden, um – wie sie sagen – das Recht zu erlangen, Kundalini zu erwecken. Auf diese Weise schließen die Finsteren der armen Menschheit die Tür von Eden und die Schüler fühlen sich ohnmächtig vor so vielen komplizierten und schwierigen Theorien. Wahrlich, wahrlich, meine Brüder, sage ich euch, dass das Einzige, was man braucht, um Kundalini zu erwecken und die erste Kirche, die sich im Steißbein befindet, zu öffnen, die Sexualmagie ist.

„Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer siegt (d. h., der mit der Unzucht aufhört), dem werde ich zu essen geben vom Baum des Lebens, der im Paradies Gottes steht.“

In anderen Worten, nur indem man die Sexualmagie praktiziert, kann man ins Paradies treten, um vom Baum des Lebens zu essen. Man braucht Geduld, Leiden und Arbeit, um Kundalini zu erwecken und die Gemeinde von Ephesus zu öffnen, die mit den Sexualorganen verbunden ist.

Die Bedingungen, um die zweite Gemeinde von Smyrna oder der Prostata zu öffnen, sind: Liebe zum Vater, und mit Heldenmut großes Leid und Armut ertragen zu wissen.

Die dritte Gemeinde ist die von Pergamon und sie erwacht mit der vollkommenen Keuschheit. Wer diese Gemeinde erwecken will, darf keine den Götzenbildern angebotenen Speisen essen: Theorien, Intellektualismus, moderne Wissenschaftlichkeit, Vergnügen, Besäufnisse, usw. Die Gemeinde von Pergamon befindet sich auf der Höhe des Solarplexus.

Die vierte Gemeinde ist Thyatira, die des Herzens. Die Voraussetzungen der Heiligkeit, die man braucht, um diese Gemeinde zu öffnen, sind die Folgenden: Keuschheit, Nächstenliebe, Dienstbereitschaft, Glauben, Geduld und viel Liebe.

Das sind die vier unteren Gemeinden unseres Tempels; die drei höheren Gemeinden befinden sich im Turm (dem menschlichen Kopf) des Tempels. Kundalini öffnet die sieben Gemeinden unserer Wirbelsäule. Die einzigen Voraussetzungen, die man für die Entwicklung, die Evolution und den Fortschritt von Kundalini braucht, stehen in den Kapiteln 1, 2 und 3 der Offenbarung des Heiligen Johannes. Deshalb sind all diese Hindernisse und intellektuellen Komplikationen, die man laut den Finsteren überwinden muss, um Kundalini zu erwecken, überflüssig. Die Bibel ist das Wort Gottes.

Machen wir nun mit dem Turm des Tempels weiter. Die fünfte Gemeinde ist Sardes, und diese ist mit dem Chakra der Schilddrüse verbunden, dies ist die Gemeinde des Kehlkopfes. Wenn die heilige Schlange die Gemeinde von Sardes öffnet, können wir in den inneren Welten hören, d. h., das okkulte Gehör wird geöffnet; auch sprechen wir innerlich das Wort des Lichtes und können mit dem Wort erschaffen. Der Kehlkopf ist der Uterus, wo das Wort erzeugt wird. Das schöpferische Organ der Engel ist der Kehlkopf. Die Eigenschaften, die man braucht, um diese Gemeinde zu öffnen, sind: Wachsamkeit, Reue und gute Taten.

Wenn das Feuer die sechste Gemeinde, Philadelphia genannt, öffnet, erwacht die Hellsichtigkeit.

Diese Gemeinde ist verbunden mit dem Chakra zwischen den Augenbrauen, welches wie eine Lotusblume aus der Hypophyse zu erblühen scheint. Die Hellsichtigkeit erlaubt uns, hinter alle Dinge zu sehen, mit ihr sehen wir die inneren Welten und die großen Mysterien des Lebens und des Todes. Die moralischen Voraussetzungen, die man braucht, um diese Gemeinde zu öffnen, sind: sexuelle Potenz, Ehrlichkeit und Treue dem Vater gegenüber. Dieses Chakra ist eine wundervolle Tür, aus der, wenn sie sich öffnet, die weiße Taube des Heiligen Geistes fliegt. Wenn das Feuer die siebente Gemeinde öffnet, genannt Laodicea, die sich über der Zirbeldrüse befindet, glänzt die Krone der Heiligen auf unserem Kopf. Dies ist das diamantene Auge, das der Vielsichtigkeit, das Auge der Allwissenheit.

Wenn die heilige Schlange von der Zirbeldrüse zu dem Punkt zwischen die Augenbrauen gewandet ist, folgt die hohe Einweihung, die erste Einweihung der höheren Mysterien. In dieser Einweihung vereinigt sich die Seele mit dem Innersten und wir verwandeln uns in Meister der höheren Mysterien der Weißen Bruderschaft. Man braucht viel Demut, um die Vereinigung mit dem Innersten zu erreichen.

Die Offenbarung sagt uns: „Wer siegt, der darf mit mir auf meinem Thron sitzen, so wie auch ich gesiegt habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.“ (Off. 3: 21)

Wenn die Seele sich mit dem Innersten verbindet, werden wir mit der weißen Tunika der Meister der höheren Mysterien gekleidet. Zwischen unseren Augenbrauen glänzt der weiße fünfzackige Stern, der Licht ausstrahlt und unsere sieben Gemeinden glänzen vor Herrlichkeit. Wir wohnen der großen Einweihung ohne materielle Vehikel irgendeiner Art bei; diese große Einweihung erhält man außerhalb des Körpers, in den höheren Welten, und der neue Meister bekommt einen Thron und einen Tempel.

Christus kam, um uns zu Königen und Priestern der Natur zu machen, laut dem Orden von Melchisedek. Der neue Meister entsteht aus den Tiefen unseres Bewusstseins und drückt sich durch den schöpferischen Kehlkopf aus. Der neue Meister ist eine schrecklich göttliche Kraft.

"Und rief laut, so wie ein Löwe brüllt. Nachdem er gerufen hatte, erhoben die sieben Donner ihre Stimme". (Off. 10:3)

Diese sieben Donner sind die sieben Schlüsselnoten der sieben Gemeinden, die in unserem Rückgrat erklingen.

„Und der Engel, den ich auf dem Meer und auf dem Land stehen sah, erhob seine rechte Hand zum Himmel. Er schwor bei dem, der in alle Ewigkeit lebt, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist, die Erde und was darauf ist und das Meer und was darin ist: Es wird keine Zeit mehr bleiben.“ (Off. 10: 5,6)


Der okkulte Weg

Montag, 03. April 2017 - 14:43 Uhr  |  Kategorie: Esoterik

 

Geschrieben von Dion Fortune (alle Rechte vorbehalten)

Der mystische Weg, der zur Vereinigung mit Gott führt, ist so bekannt, dass oft vergessen wird, dass es einen anderen Weg gibt, der scheinbar in eine andere Richtung führt, aber am Ende zum selben Ziel führt. Wir sind so daran gewöhnt zu hören, dass die Abkehr von der Welt und die Verleugnung seiner Selbst der einzig wahre Weg für die Seele ist, die das Höchste sucht, dass wir es kaum zu flüstern wagen, dass es einen anderen Weg geben könnte, den Weg der Beherrschung der manifestierten Existenz und die Apotheose des Selbst.

Es gibt zwei Möglichkeiten Gott zu verehren: wir können ihn in der unmanifestierten Essenz verehren oder wir können ihn in seiner manifestierten Form verehren. Beide Wege sind legitim, sofern wir bei der Verehrung der manifestierten Form, die Essenz nicht vergessen und bei der Verehrung der Essenz diese nicht mit der manifestierten Form verwechseln, denn beides würde bedeuten, die Sünde des Götzendienstes zu begehen, die letztendlich nichts anders ist als eine falsche Gewichtung.

Der Mystiker versucht, Gott in der Essenz zu verehren; aber die unmanifestierte Essenz oder Wurzel Gottes entzieht sich dem menschlichen Bewusstsein. Deshalb muss der Mystiker, um den Gegenstand seiner Verehrung zu begreifen, das normale menschliche Bewusstsein transzendieren. Es ist nicht möglich, das innerste Wesen eines Zustandes der Existenz zu begreifen, außer wenn wir fähig sind, in es einzudringen und zumindest teilweise seine Erfahrungen zu teilen.

Der Mystiker hat deshalb die Aufgabe, sein Bewusstsein von den gewöhnlichen Fesseln der Form zu befreien.

In diese Richtung geht die asketische Disziplin, die das Niedere eliminiert, damit das Höhere befreit wird, um sich mit Gott zu vereinen und ihn dadurch kennenzulernen.

Der Weg des Mystikers ist ein Weg der Entsagung, bis er alle Grenzen seiner niederen Natur durchbricht und die Freiheit erreicht; dann bleibt nichts zurück, das ihn von Gott trennen könnte und seine Seele steigt empor zum Licht und kehrt nicht zurück.

Aber der andere Weg ist kein Weg der Entsagung, sondern ein Weg der Erfüllung; er besteht nicht darin, sich vom menschlichen Schicksal zu trennen, sondern in der Konzentration und Sublimation dieses Schicksals. Jede Seele, die diesen Weg nimmt, erlebt ihre eigene Erfahrung auf jeder Stufe und jedem Aspekt der manifestierten Existenz und bringt sie ins Gleichgewicht, spiritualisiert sie und absorbiert ihre Essenz.

Das Ziel jener, die diesen Weg gehen, ist es die vollständige Herrschaft über jeden Aspekt des erschaffenen Lebens zu erreichen. Aber wenn wir über Herrschaft sprechen, meinen wir nicht die Herrschaft eines Sklavenhaltes über seine Sklaven, sondern wir meinen die Herrschaft eines Virtuosen über sein Instrument; eine Herrschaft, die sich auf die Fähigkeit stützt, sich an dessen Natur anzupassen und in seinen Geist einzudringen und so ihre gesamte Kapazität der Interpretation auszuschöpfen.

Der Adept, der die Herrschaft über die Sphäre von Luna gewonnen hat, erklärt der Welt die Botschaft des Mondes und offenbart seine Mächte in vollkommenem Gleichgewicht.

Das Reich, über das der Meister des Tempels herrscht, ist keine absolute Monarchie. Er erlangt diese Meisterschaft nicht, damit Throne, Herrschaften und Mächte ihm dienen, sondern um ihnen Gottes Heilsbotschaft zu bringen und sie zu ihrem hohen Erbe zu rufen. Er ist ein Diener der Evolution; Es ist seine Aufgabe, Ordnung in das Chaos, Harmonie in die Disharmonie und unausgeglichene Kräfte ins Gleichgewicht zu bringen.

Die vedische Lehre der östlichen Tradition unterscheidet klar zwischen der Verehrung des unmanifestierten Gottes, der spirituellen Essenz der Schöpfung und der Verehrung der manifestierten Aspekte oder der Götter.

„Identifiziere das Selbst mit den Teilaspekten, die die Yoginis sind und die verschiedenen Mächte (Siddhis) werden erreicht. Identifiziere das Selbst mit der Maha-Yogini selbst und du wirst frei sein, denn du wirst nicht mehr du sein, sondern sie … Womit sich ein Mensch identifizieren sollte, hängt davon ab, was er will. Aber was auch immer es ist, er bekommt die Macht, wenn er sie will und dafür arbeitet.“ (World as Power von John Woodroffe)

Was sollte ein Mensch wollen? Das ist die nächste Frage, die wir uns stellen müssen. Die Antwort darauf hängt vollkommen von der Stufe der Evolution ab, die wir erreicht haben. Die Seele muss ihre menschlichen Erfahrungen vervollständigen, bevor sie bereit ist für die göttliche Vereinigung. Sie muss den Tiefpunkt des Abstiegs in die Materie durchlaufen, bevor sie auf den Pfad der Rückkehr gelangen kann. Wir sind nicht bereit für den mystischen Weg, bis wir uns dem Zeitpunkt unserer Freiheit vom Rad der Geburt und des Todes nähern; aber zu versuchen, diesem Rad zu früh zu entkommen, bedeutet unsere Ausbildung zu umgehen.

Wie eine Rennjacht, die die äußerste Markierungs-Boje umgeht und disqualifiziert wird; wir haben die Voraussetzungen der Befreiung nicht erfüllt, die verlangen, dass wir nichts umgehen und nur das hinter uns lassen, was wir beherrschen, ins Gleichgewicht gebracht haben und überwunden haben.

Es ist eine falsche Lehre, die von uns verlangt, etwas aus unserer Natur auszulöschen, das Gott dort eingepflanzt hat, so falsch und dumm wie ein temperamentvolles reinrassiges Fohlen zu verkrüppeln, nur weil es wild und ungebrochen ist. Die Liebe zur Schönheit, der lebendige Drang der sauberen, normalen, gesunden Instinkte, die Freude am Kampf, wir wären arme Kreaturen, ohne all das, das Gott uns gegeben hat und wir können davon ausgehen, dass er wusste, was er tat, als er es tat. Wer sind wir, um seiner Hände Werk zu richten und das zu verurteilen, was er für gut befunden hat?

Was das Gesetz Gottes verbietet, ist der Missbrauch dieser Dinge, nicht die Verwendung für die Zwecke, für die sie bestimmt sind. Der Pfad des täglichen Lebens bietet eine weitaus vernünftigere und effektivere Disziplin für die Instinkte, als die Einsiedler-Höhlen von Theben mit ihren asketischen Folterungen und Selbstverstümmelungen, die die Natur vergewaltigen und das Werk Gottes beleidigen.

Verängstigt durch die elementaren Kräfte, wenn er ungereinigt und unvorbereitet auf sie trifft, flieht der Asket vor dem, von dem er glaubt, versucht zu werden. Es ist weitaus besser, die kämpfenden Kräfte in unserer eigenen Natur ins Gleichgewicht zu bringen, bis wir fähig sind, mit unseren ungebändigten Instinkten umzugehen und sie dazu zu bringen, den Wagen der Seele mit der Kraft ihren unermüdlichen Kräften zu ziehen.

Für jeden von uns wird der Tag kommen, an dem wir vom Rad der Geburt und des Todes befreit werden und das Reich des Lichtes betreten und von dort nie wieder zurückkommen; wenn wir versuchen, diese Elemente und ihre Probleme beiseitezuschieben, bevor dieser Tag anbricht, bringen wir das Ruder auf den Kurs nach Hause, bevor wir die Markierungs-Boje umrundet haben; wir sind wie der Mann, der sein Talent in der Erde vergraben hat, weil er Angst davor hatte. Unser Herr wird uns nicht danken für unsere falsche Hingabe an ein unreifes Vorbild, sondern uns unnütze Diener nennen.

Der Schlüssel zur Lösung des ganzen Problems liegt, wie so viele andere, in der Lehre der Reinkarnation. Wenn wir glauben, dass die gesamte menschliche Verwirklichung in einem einzigen Leben vollbracht werden muss und dass wir an dessen Ende beurteilt werden, unterwerfen wir uns einem Idealismus, den wir noch nicht durch den Prozess eines natürlichen Wachstums erreicht haben. Die Befreiung aus dem Rad, die Aufgabe der Materie, göttliche Vereinigung, das wird für alle von uns im Laufe der Zeit kommen, denn das Ziel der Evolution ist es, uns dorthin zu bringen, aber diese Zeit ist noch nicht gekommen und wir sind sehr töricht, wenn wir zulassen, dass ein anderer, wie fortgeschritten er auch sein mag, für uns beurteilt, wo wir auf der Leiter der Evolution stehen und beurteilt, was unser nächster Schritt sein soll.

Lasst uns unseren Überzeugungen treu sein und unseren eigenen tieferen Eingebungen folgen. Wenn es unser Verlangen ist, Gott in seiner glorreichen Erscheinung zu verehren, lasst es uns von ganzem Herzen tun; darin liegt der Weg der Verwirklichung für uns. Dies bedeutet nicht, die Entfesselung der Triebe; der Tanz der Natur ist eine geordnete und rhythmische Bewegung, wir dürfen unseren Platz in diesem lebenden Muster nicht verlassen, sonst werden wir es zerstören. Wir müssen mit der Natur für die Natur arbeiten, wenn sie unsere Mutter sein soll. Das ist genug Disziplin für jede Seele.

Wenn wir auf der anderen Seite einen Impuls fühlen, uns auf den mystischen Pfad zu begeben, sollten wir uns ernsthaft fragen, ob wir diesem Pfad folgen, weil der Ruf Gottes in unserem Herzen so stark ist, oder weil wir das Leben so schwierig finden, dass wir den Problemen für immer entkommen wollen.

 

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