Der Samen ist der flüssige Astralstoff des Menschen.
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Die sieben Gemeinden

Freitag, 14. April 2017 - 08:44 Uhr  |  Kategorie: Kundalini

 Geschrieben von Samael Aun Weor (Alle Rechte vorbehalten)

Kundalini tritt durch die untere Öffnung der Wirbelsäule ein, die bei normalen und gewöhnlichen Menschen geschlossen ist. Die Samendämpfe öffnen diese Öffnung in der Wirbelsäule, damit die feurige Schlange dort eintritt. Entlang der Wirbelsäule gibt es den canalis centralis und in diesem gibt es einen anderen, noch feineren, der im Orient Brahmanadi genannt wird. Im Brahmanadi gibt es einen dritten Kanal, der noch feiner ist, den Nadi Chitra, und in diesem Letzteren existieren sieben Lotusblumen; diese sind die sieben Chakras, die sieben Gemeinden der Offenbarung des heiligen Johannes.

In dem Maße, in dem Kundalini durch die Wirbelsäule aufsteigt, öffnet sie jede einzelne der sieben Gemeinden. Diese sieben Chakras gleichen sieben Lotusblumen, die in unserer Wirbelsäule sprießen. Diese Lotusblumen hängen an der Wirbelsäule, wenn die heilige Schlange sich in der Gemeinde von Ephesus eingeschlossen befindet. Wenn die Schlange jedoch zum Gehirn aufsteigt, wenden sich diese Lotusblumen nach oben und erstrahlen mit dem sexuellen Feuer von Kundalini.

Es gibt spirituelle Schulen, die den Schülern Angst einflößen und behaupten, sie müssten Tausende von komplizierten Hindernissen und Theorien überwinden, um – wie sie sagen – das Recht zu erlangen, Kundalini zu erwecken. Auf diese Weise schließen die Finsteren der armen Menschheit die Tür von Eden und die Schüler fühlen sich ohnmächtig vor so vielen komplizierten und schwierigen Theorien. Wahrlich, wahrlich, meine Brüder, sage ich euch, dass das Einzige, was man braucht, um Kundalini zu erwecken und die erste Kirche, die sich im Steißbein befindet, zu öffnen, die Sexualmagie ist.

„Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer siegt (d. h., der mit der Unzucht aufhört), dem werde ich zu essen geben vom Baum des Lebens, der im Paradies Gottes steht.“

In anderen Worten, nur indem man die Sexualmagie praktiziert, kann man ins Paradies treten, um vom Baum des Lebens zu essen. Man braucht Geduld, Leiden und Arbeit, um Kundalini zu erwecken und die Gemeinde von Ephesus zu öffnen, die mit den Sexualorganen verbunden ist.

Die Bedingungen, um die zweite Gemeinde von Smyrna oder der Prostata zu öffnen, sind: Liebe zum Vater, und mit Heldenmut großes Leid und Armut ertragen zu wissen.

Die dritte Gemeinde ist die von Pergamon und sie erwacht mit der vollkommenen Keuschheit. Wer diese Gemeinde erwecken will, darf keine den Götzenbildern angebotenen Speisen essen: Theorien, Intellektualismus, moderne Wissenschaftlichkeit, Vergnügen, Besäufnisse, usw. Die Gemeinde von Pergamon befindet sich auf der Höhe des Solarplexus.

Die vierte Gemeinde ist Thyatira, die des Herzens. Die Voraussetzungen der Heiligkeit, die man braucht, um diese Gemeinde zu öffnen, sind die Folgenden: Keuschheit, Nächstenliebe, Dienstbereitschaft, Glauben, Geduld und viel Liebe.

Das sind die vier unteren Gemeinden unseres Tempels; die drei höheren Gemeinden befinden sich im Turm (dem menschlichen Kopf) des Tempels. Kundalini öffnet die sieben Gemeinden unserer Wirbelsäule. Die einzigen Voraussetzungen, die man für die Entwicklung, die Evolution und den Fortschritt von Kundalini braucht, stehen in den Kapiteln 1, 2 und 3 der Offenbarung des Heiligen Johannes. Deshalb sind all diese Hindernisse und intellektuellen Komplikationen, die man laut den Finsteren überwinden muss, um Kundalini zu erwecken, überflüssig. Die Bibel ist das Wort Gottes.

Machen wir nun mit dem Turm des Tempels weiter. Die fünfte Gemeinde ist Sardes, und diese ist mit dem Chakra der Schilddrüse verbunden, dies ist die Gemeinde des Kehlkopfes. Wenn die heilige Schlange die Gemeinde von Sardes öffnet, können wir in den inneren Welten hören, d. h., das okkulte Gehör wird geöffnet; auch sprechen wir innerlich das Wort des Lichtes und können mit dem Wort erschaffen. Der Kehlkopf ist der Uterus, wo das Wort erzeugt wird. Das schöpferische Organ der Engel ist der Kehlkopf. Die Eigenschaften, die man braucht, um diese Gemeinde zu öffnen, sind: Wachsamkeit, Reue und gute Taten.

Wenn das Feuer die sechste Gemeinde, Philadelphia genannt, öffnet, erwacht die Hellsichtigkeit.

Diese Gemeinde ist verbunden mit dem Chakra zwischen den Augenbrauen, welches wie eine Lotusblume aus der Hypophyse zu erblühen scheint. Die Hellsichtigkeit erlaubt uns, hinter alle Dinge zu sehen, mit ihr sehen wir die inneren Welten und die großen Mysterien des Lebens und des Todes. Die moralischen Voraussetzungen, die man braucht, um diese Gemeinde zu öffnen, sind: sexuelle Potenz, Ehrlichkeit und Treue dem Vater gegenüber. Dieses Chakra ist eine wundervolle Tür, aus der, wenn sie sich öffnet, die weiße Taube des Heiligen Geistes fliegt. Wenn das Feuer die siebente Gemeinde öffnet, genannt Laodicea, die sich über der Zirbeldrüse befindet, glänzt die Krone der Heiligen auf unserem Kopf. Dies ist das diamantene Auge, das der Vielsichtigkeit, das Auge der Allwissenheit.

Wenn die heilige Schlange von der Zirbeldrüse zu dem Punkt zwischen die Augenbrauen gewandet ist, folgt die hohe Einweihung, die erste Einweihung der höheren Mysterien. In dieser Einweihung vereinigt sich die Seele mit dem Innersten und wir verwandeln uns in Meister der höheren Mysterien der Weißen Bruderschaft. Man braucht viel Demut, um die Vereinigung mit dem Innersten zu erreichen.

Die Offenbarung sagt uns: „Wer siegt, der darf mit mir auf meinem Thron sitzen, so wie auch ich gesiegt habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.“ (Off. 3: 21)

Wenn die Seele sich mit dem Innersten verbindet, werden wir mit der weißen Tunika der Meister der höheren Mysterien gekleidet. Zwischen unseren Augenbrauen glänzt der weiße fünfzackige Stern, der Licht ausstrahlt und unsere sieben Gemeinden glänzen vor Herrlichkeit. Wir wohnen der großen Einweihung ohne materielle Vehikel irgendeiner Art bei; diese große Einweihung erhält man außerhalb des Körpers, in den höheren Welten, und der neue Meister bekommt einen Thron und einen Tempel.

Christus kam, um uns zu Königen und Priestern der Natur zu machen, laut dem Orden von Melchisedek. Der neue Meister entsteht aus den Tiefen unseres Bewusstseins und drückt sich durch den schöpferischen Kehlkopf aus. Der neue Meister ist eine schrecklich göttliche Kraft.

"Und rief laut, so wie ein Löwe brüllt. Nachdem er gerufen hatte, erhoben die sieben Donner ihre Stimme". (Off. 10:3)

Diese sieben Donner sind die sieben Schlüsselnoten der sieben Gemeinden, die in unserem Rückgrat erklingen.

„Und der Engel, den ich auf dem Meer und auf dem Land stehen sah, erhob seine rechte Hand zum Himmel. Er schwor bei dem, der in alle Ewigkeit lebt, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist, die Erde und was darauf ist und das Meer und was darin ist: Es wird keine Zeit mehr bleiben.“ (Off. 10: 5,6)


Der okkulte Weg

Montag, 03. April 2017 - 14:43 Uhr  |  Kategorie: Esoterik

 

Geschrieben von Dion Fortune (alle Rechte vorbehalten)

Der mystische Weg, der zur Vereinigung mit Gott führt, ist so bekannt, dass oft vergessen wird, dass es einen anderen Weg gibt, der scheinbar in eine andere Richtung führt, aber am Ende zum selben Ziel führt. Wir sind so daran gewöhnt zu hören, dass die Abkehr von der Welt und die Verleugnung seiner Selbst der einzig wahre Weg für die Seele ist, die das Höchste sucht, dass wir es kaum zu flüstern wagen, dass es einen anderen Weg geben könnte, den Weg der Beherrschung der manifestierten Existenz und die Apotheose des Selbst.

Es gibt zwei Möglichkeiten Gott zu verehren: wir können ihn in der unmanifestierten Essenz verehren oder wir können ihn in seiner manifestierten Form verehren. Beide Wege sind legitim, sofern wir bei der Verehrung der manifestierten Form, die Essenz nicht vergessen und bei der Verehrung der Essenz diese nicht mit der manifestierten Form verwechseln, denn beides würde bedeuten, die Sünde des Götzendienstes zu begehen, die letztendlich nichts anders ist als eine falsche Gewichtung.

Der Mystiker versucht, Gott in der Essenz zu verehren; aber die unmanifestierte Essenz oder Wurzel Gottes entzieht sich dem menschlichen Bewusstsein. Deshalb muss der Mystiker, um den Gegenstand seiner Verehrung zu begreifen, das normale menschliche Bewusstsein transzendieren. Es ist nicht möglich, das innerste Wesen eines Zustandes der Existenz zu begreifen, außer wenn wir fähig sind, in es einzudringen und zumindest teilweise seine Erfahrungen zu teilen.

Der Mystiker hat deshalb die Aufgabe, sein Bewusstsein von den gewöhnlichen Fesseln der Form zu befreien.

In diese Richtung geht die asketische Disziplin, die das Niedere eliminiert, damit das Höhere befreit wird, um sich mit Gott zu vereinen und ihn dadurch kennenzulernen.

Der Weg des Mystikers ist ein Weg der Entsagung, bis er alle Grenzen seiner niederen Natur durchbricht und die Freiheit erreicht; dann bleibt nichts zurück, das ihn von Gott trennen könnte und seine Seele steigt empor zum Licht und kehrt nicht zurück.

Aber der andere Weg ist kein Weg der Entsagung, sondern ein Weg der Erfüllung; er besteht nicht darin, sich vom menschlichen Schicksal zu trennen, sondern in der Konzentration und Sublimation dieses Schicksals. Jede Seele, die diesen Weg nimmt, erlebt ihre eigene Erfahrung auf jeder Stufe und jedem Aspekt der manifestierten Existenz und bringt sie ins Gleichgewicht, spiritualisiert sie und absorbiert ihre Essenz.

Das Ziel jener, die diesen Weg gehen, ist es die vollständige Herrschaft über jeden Aspekt des erschaffenen Lebens zu erreichen. Aber wenn wir über Herrschaft sprechen, meinen wir nicht die Herrschaft eines Sklavenhaltes über seine Sklaven, sondern wir meinen die Herrschaft eines Virtuosen über sein Instrument; eine Herrschaft, die sich auf die Fähigkeit stützt, sich an dessen Natur anzupassen und in seinen Geist einzudringen und so ihre gesamte Kapazität der Interpretation auszuschöpfen.

Der Adept, der die Herrschaft über die Sphäre von Luna gewonnen hat, erklärt der Welt die Botschaft des Mondes und offenbart seine Mächte in vollkommenem Gleichgewicht.

Das Reich, über das der Meister des Tempels herrscht, ist keine absolute Monarchie. Er erlangt diese Meisterschaft nicht, damit Throne, Herrschaften und Mächte ihm dienen, sondern um ihnen Gottes Heilsbotschaft zu bringen und sie zu ihrem hohen Erbe zu rufen. Er ist ein Diener der Evolution; Es ist seine Aufgabe, Ordnung in das Chaos, Harmonie in die Disharmonie und unausgeglichene Kräfte ins Gleichgewicht zu bringen.

Die vedische Lehre der östlichen Tradition unterscheidet klar zwischen der Verehrung des unmanifestierten Gottes, der spirituellen Essenz der Schöpfung und der Verehrung der manifestierten Aspekte oder der Götter.

„Identifiziere das Selbst mit den Teilaspekten, die die Yoginis sind und die verschiedenen Mächte (Siddhis) werden erreicht. Identifiziere das Selbst mit der Maha-Yogini selbst und du wirst frei sein, denn du wirst nicht mehr du sein, sondern sie … Womit sich ein Mensch identifizieren sollte, hängt davon ab, was er will. Aber was auch immer es ist, er bekommt die Macht, wenn er sie will und dafür arbeitet.“ (World as Power von John Woodroffe)

Was sollte ein Mensch wollen? Das ist die nächste Frage, die wir uns stellen müssen. Die Antwort darauf hängt vollkommen von der Stufe der Evolution ab, die wir erreicht haben. Die Seele muss ihre menschlichen Erfahrungen vervollständigen, bevor sie bereit ist für die göttliche Vereinigung. Sie muss den Tiefpunkt des Abstiegs in die Materie durchlaufen, bevor sie auf den Pfad der Rückkehr gelangen kann. Wir sind nicht bereit für den mystischen Weg, bis wir uns dem Zeitpunkt unserer Freiheit vom Rad der Geburt und des Todes nähern; aber zu versuchen, diesem Rad zu früh zu entkommen, bedeutet unsere Ausbildung zu umgehen.

Wie eine Rennjacht, die die äußerste Markierungs-Boje umgeht und disqualifiziert wird; wir haben die Voraussetzungen der Befreiung nicht erfüllt, die verlangen, dass wir nichts umgehen und nur das hinter uns lassen, was wir beherrschen, ins Gleichgewicht gebracht haben und überwunden haben.

Es ist eine falsche Lehre, die von uns verlangt, etwas aus unserer Natur auszulöschen, das Gott dort eingepflanzt hat, so falsch und dumm wie ein temperamentvolles reinrassiges Fohlen zu verkrüppeln, nur weil es wild und ungebrochen ist. Die Liebe zur Schönheit, der lebendige Drang der sauberen, normalen, gesunden Instinkte, die Freude am Kampf, wir wären arme Kreaturen, ohne all das, das Gott uns gegeben hat und wir können davon ausgehen, dass er wusste, was er tat, als er es tat. Wer sind wir, um seiner Hände Werk zu richten und das zu verurteilen, was er für gut befunden hat?

Was das Gesetz Gottes verbietet, ist der Missbrauch dieser Dinge, nicht die Verwendung für die Zwecke, für die sie bestimmt sind. Der Pfad des täglichen Lebens bietet eine weitaus vernünftigere und effektivere Disziplin für die Instinkte, als die Einsiedler-Höhlen von Theben mit ihren asketischen Folterungen und Selbstverstümmelungen, die die Natur vergewaltigen und das Werk Gottes beleidigen.

Verängstigt durch die elementaren Kräfte, wenn er ungereinigt und unvorbereitet auf sie trifft, flieht der Asket vor dem, von dem er glaubt, versucht zu werden. Es ist weitaus besser, die kämpfenden Kräfte in unserer eigenen Natur ins Gleichgewicht zu bringen, bis wir fähig sind, mit unseren ungebändigten Instinkten umzugehen und sie dazu zu bringen, den Wagen der Seele mit der Kraft ihren unermüdlichen Kräften zu ziehen.

Für jeden von uns wird der Tag kommen, an dem wir vom Rad der Geburt und des Todes befreit werden und das Reich des Lichtes betreten und von dort nie wieder zurückkommen; wenn wir versuchen, diese Elemente und ihre Probleme beiseitezuschieben, bevor dieser Tag anbricht, bringen wir das Ruder auf den Kurs nach Hause, bevor wir die Markierungs-Boje umrundet haben; wir sind wie der Mann, der sein Talent in der Erde vergraben hat, weil er Angst davor hatte. Unser Herr wird uns nicht danken für unsere falsche Hingabe an ein unreifes Vorbild, sondern uns unnütze Diener nennen.

Der Schlüssel zur Lösung des ganzen Problems liegt, wie so viele andere, in der Lehre der Reinkarnation. Wenn wir glauben, dass die gesamte menschliche Verwirklichung in einem einzigen Leben vollbracht werden muss und dass wir an dessen Ende beurteilt werden, unterwerfen wir uns einem Idealismus, den wir noch nicht durch den Prozess eines natürlichen Wachstums erreicht haben. Die Befreiung aus dem Rad, die Aufgabe der Materie, göttliche Vereinigung, das wird für alle von uns im Laufe der Zeit kommen, denn das Ziel der Evolution ist es, uns dorthin zu bringen, aber diese Zeit ist noch nicht gekommen und wir sind sehr töricht, wenn wir zulassen, dass ein anderer, wie fortgeschritten er auch sein mag, für uns beurteilt, wo wir auf der Leiter der Evolution stehen und beurteilt, was unser nächster Schritt sein soll.

Lasst uns unseren Überzeugungen treu sein und unseren eigenen tieferen Eingebungen folgen. Wenn es unser Verlangen ist, Gott in seiner glorreichen Erscheinung zu verehren, lasst es uns von ganzem Herzen tun; darin liegt der Weg der Verwirklichung für uns. Dies bedeutet nicht, die Entfesselung der Triebe; der Tanz der Natur ist eine geordnete und rhythmische Bewegung, wir dürfen unseren Platz in diesem lebenden Muster nicht verlassen, sonst werden wir es zerstören. Wir müssen mit der Natur für die Natur arbeiten, wenn sie unsere Mutter sein soll. Das ist genug Disziplin für jede Seele.

Wenn wir auf der anderen Seite einen Impuls fühlen, uns auf den mystischen Pfad zu begeben, sollten wir uns ernsthaft fragen, ob wir diesem Pfad folgen, weil der Ruf Gottes in unserem Herzen so stark ist, oder weil wir das Leben so schwierig finden, dass wir den Problemen für immer entkommen wollen.

 

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Das Vater Unser

Dienstag, 21. März 2017 - 16:30 Uhr  |  Kategorie: Mystik

Geschrieben von Samael Aun Weor

Von allen rituellen Gebeten ist das Vater Unser das mächtigste Gebet. Es ist ein magisches Gebet von immenser Kraft. Vorstellungskraft, Inspiration und Intuition sind die drei obligatorischen Wege der Einweihung.

Meister Huiracocha sagt Folgendes: „zuerst muss man im Inneren die spirituellen Dinge sehen und dann dem Verb oder dem göttlichen Wort lauschen, um unseren spirituellen Organismus für die Einweihung vorzubereiten.“

Diese Dreiheit finden wir in den drei ersten Bitten des Vater Unsers, wie folgt:

„Geheiligt werde dein Name“, das heißt, das göttliche Wort, der wunderbare Name Gottes, das schöpferische Wort.

„Dein Reich komme“, durch das Aussprechen des Wortes, durch die Mantrams kommt das innere Reich der heiligen Meister zu uns.

„Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.“

Darin ist die Vereinigung mit Gott, die alles löst … mit diesen drei Bitten, sagt Krumm-Heller, haben wir alles erbeten. Und wenn wir das eines Tages erreichen, werden wir bereits Götter sein. Dann brauchen wir nicht mehr zu bitten.

Die gnostische Kirche bewahrt die vollständige geheime Lehre des Retters der Welt. Die gnostische Kirche ist die Religion der Freude und der Schönheit. Die gnostische Kirche ist der ursprüngliche Stamm, aus dem die römische Kirche und alle anderen Sekten, die den Christus anbeten, hervorgingen. Die gnostische Kirche ist die einzige Kirche, die im Geheimen die Doktrin bewahrt, die Christus seinen Jüngern von Mund zu Ohr weitergab.

Wir sind gegen keine Religion. Wir laden die Menschen aller heiligen Religionen ein, die den Herrn anbeten, unsere Geheimlehre zu studieren.

Wir dürfen nicht vergessen, dass es Rituale des Lichts und Rituale der Finsternis gibt. Wir besitzen die geheimen Rituale des Retters der Welt.

Wir verachten keine Religion oder schätzen sie gering. Alle Religionen sind kostbare Perlen auf der goldenen Schnur der Göttlichkeit. Wir stellen nur fest, dass die Gnosis die Flamme ist, aus der alle Religionen des Universums hervorgehen. Das ist alles.


Eine Königin des Feuers

Montag, 13. März 2017 - 07:12 Uhr  |  Kategorie: Elementargeister

 Geschrieben von Samael Aun Weor

Wir sind nun in einen mittelalterlichen Palast eingetreten. Ein Kind spielt in diesem antiken Palast. Das Kind steigt eine Leiter hoch; wir müssen zu Kindern werden, um die Leiter der Weisheit zu erklimmen. In diesem alten Palast lebt eine Königin des Feuers. Sie ist die elementale Königin des Wacholders, die in einem physischen Körper an einem antiken mittelalterlichen Hof inkarniert ist.

Sie ist eine besonnene Magierin, sie ist eine strenge Magierin, gekleidet in mittelalterlichem Stil. Diese elementale Königin hat ein wunderbares jugendliches Aussehen, sie lebt ein vorbildliches Leben in diesem antiken feudalen Palast.

In tiefe innere Meditation vertieft betreten wir einen unterirdischen Salon dieses alten Anwesens und vor unseren spirituellen Augen erscheint ein einfaches Bett, eine erhabene Dame und einige heilige Meister, die diese elementale Königin des Wacholders unterstützen, die im Mittelalter in einem physischen Körper inkarniert war. Dieser merkwürdige Raum, indem man den Staub der Jahrhunderte atmet, ist von einem alten Kronleuchter beleuchtet.

Vor jenem Bett strömen unbestimmte und köstliche Schwaden aus einem rauchenden Eisengefäß. Das Feuer brennt intensiv unter diesem Gefäß. Eine Flüssigkeit kocht und in dieser Flüssigkeit ist der Wacholder. Die Flüssigkeit dieses Gefäßes ist das reine Wasser des Lebens, in dem der Wacholderbaum sich befindet. Das ist die Pflanze der göttlichen Könige. Drei Chibcha Zipas aus Bacata praktizierten den Kult des Wacholders. Alle göttlichen Könige der Antike praktizierten die königliche Kunst des Wacholders.

Das Mantram des Elementargeistes des Wacholders ist Kem-Lem.

Der Elementargeist des Wacholders gleicht einem schönen Mädchen. Jeder Baum hat seinen Elementargeist. Alle Elementargeister des Wacholders gehorchen der elementalen Königin, die einstmals in jenen mittelalterlichen Palast inkarniert war. Die Königin bittet Agni um Hilfe und dieses Kind des Feuers schwebt in diesem seltsamen Raum. Der Elementargeist des Wacholders gehorcht und im Rauch aus dem Gefäß erscheinen einige Meister der Weisheit.

Der Rauch des Wacholders bildet einen gasförmigen Körper, damit der angerufene Engel sich mit ihm bekleiden kann und in der physischen Welt sichtbar und berührbar werden kann. Alle göttlichen Könige der Antike praktizierten die königliche Kunst des Wacholders, um mit den Engeln zu sprechen. Der Beschwörer muss während des Rituals ein Glas Wacholder trinken. Die Chakras werden mit diesem Ritual des Wacholders aktiv.

Jeder Baum hat sein Elementarwesen. Die Elementarwesen des Wacholders unterstehen dieser Königin des Feuers, die während des Mittelalters an einem prunkvollen Hof inkarniert war. Die Königin des Wacholders zelebriert nun ihre Mysterien in einem unterirdischen Tempel. Die Wacholderbeeren, als Räucherwerk benutzt, reinigen den Astralkörper von allen Arten von Larven.

Der Eingeweihte muss sich mit seinem priesterlichen Gewand kleiden, um im Tempel mit dem Elementargeist des Wacholders zu zelebrieren. Während der Zeit, die das heilige Ritual de Wacholders dauert, muss der Baum, von dem man die Zweige und Beeren genommen hat, mit schwarzen Tüchern bedeckt bleiben und einige Steine sollen an ihm hängen.

Während der heiligen Anrufung des Elementargeistes des Wacholders muss der Eingeweihte eine Trompete erklingen lassen, die aus dem Horn eines Widders gemacht wurde. Das Elementarwesen des Wacholders bildet aus dem Rauch einen gasförmigen Körper, der dem angerufenen Engel als Werkzeug dient.

Wenn die Anrufung einer Antwort wert ist, wird der angerufene Engel dem Ruf folgen. Er wird sich sichtbar und berührbar in der physischen Welt machen, um mit demjenigen zu sprechen, der ihn gerufen hat. Jene, die unwürdig sind können tausend Mal rufen, aber sie werden nicht gehört werden, weil den Unwürdigen alle Türen geschlossen sind, mit der Ausnahme der Reue.

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