Liebe ist unendliche Zärtlichkeit.
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Der Vermittler und der Hüter der Schwelle

Samstag, 21. Januar 2017 - 18:48 Uhr  |  Kategorie: Einweihung

Geschrieben von M. (Morya)

Wir werden nun über zwei große intelligente Kräfte sprechen, die die höhere und niedere Natur des Menschen repräsentieren. Sie werden der Vermittler und der Hüter der Schwelle genannt und erscheinen dem Schüler als definierte Persönlichkeiten.

Wenn wir mit griechischer Literatur vertraut sind, erinnern wir uns an den Daimon von Sokrates und wie dieser oft auf die Führung seines Daimons hörte. Wir alle besitzen einen ähnlichen Daimon oder Vermittler, der uns ständig ermutigt, unser Streben und unsere Atmung zu reinigen. Die höheren Elementarwesen geben ähnliche Ratschläge und es ist der Vermittler, der uns in den höheren Stufen der Entwicklung führt, wenn wir würdig sind. Das ist, wie wir schon erwähnt haben, ein großer Moment im Leben des Studenten, in dem der Vermittler, gekleidet in strahlende Gewänder, erscheint. Seine Erscheinung ist fürchterlich und das Licht ist manchmal so stark, dass man die Augen nicht öffnen kann.

Der Hüter der Schwelle, unser dunkler Engel der Zerstörung kann ebenfalls erscheinen; er besitzt Glanz und Schönheit, aber er ist böse und seine Gegenwart wird leichter bemerkt. In dem Maße, in dem der Schüler sich in sein Inneres vertieft, wird er sich der Gegenwart dieser beiden bewusst, die ihn immer überschatten und sie beeinflussen ihn mit ihrem Rat. Nach und nach wird er feststellen, dass es eine doppelte Intelligenz in ihm gibt.

Bevor wir weiter machen, ist eine Erklärung über die oben erwähnten Wesen notwendig. Im Verlauf von unzähligen Leben haben wir zwei mentale Formen von gegensätzlicher Natur erschaffen. Das Höhere hat Atome gesammelt, die unserem höchsten Streben und unseren höchsten Handlungen entsprechen; das Niedere ist die mentale Form, die von unseren niederen Leidenschaften und Begierden geschaffen wurde.

Wir haben diese zwei Wesenheiten mit seelischen Kräften und einem enormen Wissen ausgestattet, doch bevor wir die Gegenwart unseres Innersten fühlen können und nicht von diesen persönlichen Elementen der Vergangenheit beeindruckt werden, müssen wir sie auflösen und ihre Atome an ihren rechtmäßigen Ort in der Natur zurückschicken; denn der Innerste ist der wahre Ausdruck der Wirklichkeit in uns und besitzt größere Weisheit als unsere persönliche Schöpfung.

Der Schüler wird natürlich fragen: „Warum sollen wir den Vermittler auslöschen?“ Hier ist der Grund.

Durch unbewusste Magie haben wir Atome angezogen und aus ihren rechtmäßigen Sphären entnommen und sie in den Körper unserer mentalen Schöpfungen eingesperrt; da das gegen das Gesetz der Natur ist, müssen wir diese Atome befreien und sie ihren eigenen Elementen zurückgeben, so wie wir uns auch Freiheit wünschen, um in unsere eigene Welt des Seins einzutreten.

Diese Auflösung wird jedoch nicht stattfinden, bevor wir einen bestimmten Grad der Entwicklung erreicht haben. Der Schüler kann sich nun vorstellen, wie sehr uns unsere eigenen Schöpfungen des Himmels und der Hölle beeindrucken.

Der Vermittler hilft uns die wahren von den falschen Substanzen zu trennen, d. h. das Grobe in unseren Körpern wird zur Hülle des geheimen Feindes übertragen und diese fremde Substanz annulliert seine Kraft und Macht, um sich wieder mit unserem niederen Mentalkörper, unserem Astralkörper und physischen Körper zu vereinen. Durch diesen Prozess beginnen wir langsam die Atome der verzehrenden Flamme, die die Macht des geheimen Feindes einsperren und entfernen, in unseren Körper einzufügen.

Der Schüler sollte sich erinnert, dass das alles innerhalb seines selbst geschaffenen Universums geschieht.

Die Konzentration, wie man sie in der Welt kennt, ist in den inneren Welten anders. Wenn wir unseren Verstand in die Substanz eines Gegenstandes projizieren, denn die Gedanken durchdringen alles, dann verhindern wir die Annährung an unseren Verstand; wir sind auch einem ähnlichen Druck ausgesetzt. Wahre Konzentration bedeutet eine Sache kennenzulernen, indem man wird wie sie und der wahre Gedanke ist eine Handlung, weit jenseits des Verständnisses unseres objektiven Mentalkörpers.

Wenn wir uns mit der Intelligenz, die sich in einer Sache befindet, vereinen, wiederholt sie sich solange, wie wir uns auf sie konzentrieren. Wenn wir uns konzentrieren, versuchen wir auch die Antwort der atomaren Intelligenz, die sich in einer Substanz befindet, zu erhalten.

Wenn wir an einen Freund denken und ihm unsere Liebe durch eine konzentrierte Vision senden, vereinen wir unsere Atmosphäre mit der seinen und diese wird uns antworten, indem wir unsere Gedanken auf das Gewebe seines Mentalkörpers pressen. Durch diesen Druck wird eine Antwort von seinem inneren Sein erreicht, obwohl sein objektiver Verstand sich dessen nicht bewusst ist. Sein inneres Sein wird antworten, wenn wir die richtige Methode der Konzentration anwenden, denn dieses Gewebe erkennt diese Gedanken und erschafft eine zusammengesetzte Masse von Atomen gleicher Natur, die zu uns zurückkehrt.

Das ist wie eine Kristallformation. Der ursprüngliche Kristall sammelt und errichtet um sich herum ähnliche Kristalle. Das bedeutet, dass das, was wir Anderen schicken, vielfach zu uns zurück kommt, sei es Gut oder Böse. Dieser objektive Prozess findet auch innerlich statt und wir erhalten auf diese Weise unsere Informationen.

Diese Methode ist sehr verschieden von der Methode derjenigen, die Meditation und Konzentration lehren, ohne Kenntnis von diesen Gesetzen und Methoden zu haben und damit geben sie ihren Schülern wenig von wirklichem Wert. Wenn der Yogi sich konzentriert, sucht er Erkenntnis und erhält sie.

Eine andere wichtige Sache. Wenn wir die korrekte Kenntnis dieser Übungen nicht haben, rufen wir ständig unsere Persönlichkeit hervor und unsere Gedanken werden immer darauf fixiert sein.

Wir haben uns anscheinend vom Thema der Yogaübungen entfernt, aber wir haben das getan, um dem Schüler die Wichtigkeit der Reinheit von Gedanken und Streben und der Reinheit des Körpers und des Lebens zu verdeutlichen.

Es gibt viele Yogaschulen und sieben Pfade, aber es gibt viele Nebenwege, die den Menschen mit den verborgenen Dingen der Natur verbinden und drei Hauptwege, die den Menschen mit Gott verbinden. Diese muss der Schüler selbst entdecken.

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Die göttliche Mutter Kundalini

Montag, 16. Januar 2017 - 12:46 Uhr  |  Kategorie: Kundalini

Geschrieben von Samael Aun Weor

Christus ist immer der Sohn der göttlichen Mutter Kundalini. Sie empfängt ihren Sohn immer durch das Werk und die Gnade des dritten Logos. Sie ist vor, während und nach der Geburt immer Jungfrau. Bei den Ägyptern war die Jungfrau Isis. Bei den Indern Kali (in ihrem positiven Aspekt). Bei den Azteken nannte man sie Tonantzin. Sie ist Rhea, Cibele, Maria, Adonia, Insoberta, usw.

Es wäre unmöglich, ohne die Entwicklung und den Aufstieg von Kundalini das Wort zu inkarnieren.

In einem gnostischen Ritual finden wir folgendes Gebet: „Oh Hadit, geflügelte Schlange des Lichtes, sei du das gnostische Geheimnis meines Seins, der Mittelpunkt meiner Bindung; die heilige Sphäre und das Blau des Himmels sind mein, O-Ao-Kakof-Na-Konsa.“

Die Suchenden des Feuers können dieses Gebet während der Sexualmagie mit ihrer Priestergattin sprechen. Der Buchstabe H des Namens Hadit wird wie Ch (Chadit) vokalisiert.

Die Mantrams dieses Gebetes haben die Kraft, die Sexualenergie, die Hyle der Gnostiker, bis zum Herzen zu sublimieren.

Wenn der Eingeweihte die göttliche Mutter Kundalini um Hilfe anruft, seinen Körper in den Jinas-Zustand zu versetzen oder ein anderes Wunder der hohen Magie zu vollbringen, erscheint sie wie eine wunderbare, reine Jungfrau, wie die Mutter aller Anbetung. In ihr sind alle geliebten Mütter aller unserer Inkarnationen dargestellt.

Die Mutter Kundalini ist die Schlange des Feuers, die durch den Rückenmarkskanal aufsteigt. Wir müssen von der Schlange verschlungen werden. Wir müssen uns in die Schlange selbst verwandeln.

Jene Pseudo-Esoteriker, die meinen, die Schlange erwache bereits voll entwickelt, befinden sich völlig im Irrtum. Kundalini muss sich entwickeln, muss wachsen, bis sie völlig entwickelt ist. Die Sexualität muss Kundalini helfen. Kundalini muss der Sexualität helfen. Wir dürfen weder die Sexualität noch Kundalini missbrauchen.

Die sieben Schlangen haben ihre wunderbaren Doppelgänger in den sieben Schlangen des Lichtes. Zuerst kommt das Feuer, dann das brahmische Leuchten der venusischen Einweihung. Wir müssen zuerst die siebenfache Leiter des Feuers und dann die siebenfache Leiter des Lichtes erklimmen.

Wir müssen zuerst im Feuer auferstehen, dann im Licht.

Die göttliche Mutter Kundalini mit dem goldenen Kind der sexuellen Alchemie in ihren liebevollen Armen führt uns auf dem schrecklichen Weg auf des Messers Schneide. Unsere göttliche Isis, deren Schleier kein Sterblicher je gelüftet hat, kann unser gesamtes vergangenes Karma verzeihen, wenn wir all unsere Fehler zutiefst bereuen.

Die Schlange des Feuers transformiert uns völlig. Die Schlange verwandelt uns zu Göttern des Kosmos, erschreckend göttlich.

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Träume und Visionen

Dienstag, 10. Januar 2017 - 08:22 Uhr  |  Kategorie: Esoterik

Der Schüler der Gnosis muss lernen, zwischen Träumen und Visionen zu unterscheiden. Träumen ist eine Sache, Visionen zu erleben eine andere. Kein wirklich erwachter Gnostiker kann träumen. Nur Menschen mit schlafendem Bewusstsein leben träumend. Die schlimmste Art von Träumer ist der sexuelle Träumer. Sie leben in ihren Träumen fleischlicher Lüste und vergeuden wie Narren ihre schöpferische Energie für die Befriedigung der Gelüste ihrer Fantasie. Meistens sind solche Menschen geschäftlich erfolglos. Sie scheitern in jeder Hinsicht.

Sie fallen ins Elend.

Wenn wir ein pornografisches Bild betrachten, trifft es zuerst die Sinne und gelangt von dort weiter zum Verstand. Das psychologische Ich schaltet sich dazwischen und stiehlt das erotische Bild, um es auf der Mentalebene zu reproduzieren. In der Mentalwelt verwandelt sich dieses Bild zu einem lebenden Bildnis (Effigie). Während des Schlafes treibt der Träumer Unzucht mit diesem lebenden Bildnis, das ihn wie ein erotischer Dämon zur Befriedigung seiner Lüsternheit in Versuchung führt. Das Ergebnis sind die nächtlichen Samenverluste mit allen schrecklichen Konsequenzen. Kein wahrhafter Schüler des Weges soll Kinos besuchen, denn sie sind Hochburgen der schwarzen Magie. Die erotischen Figuren der Leinwand erschaffen mentale Abbilder und bewirken erotische Träume. Außerdem sind die Kinosäle voll diabolischer Elementargeister, geschaffen durch den menschlichen Verstand. Diese bösartigen Elementargeister schädigen den Verstand der Zuschauer.

Der unbewusste Verstand erschafft in der Traumwelt fantastische Träume. Die Qualität der Träume hängt von den Überzeugungen des Träumers ab. Wenn jemand glaubt, wir seien gut, dann sieht er uns in seinen Träumen als Engel. Wenn jemand aber meint, wir seien schlecht, so träumt er von uns und sieht uns als teuflische Figur.

Beim Schreiben dieser Zeilen erinnern wir uns an viele Dinge. In der Vergangenheit, als wir, die Brüder, in einigen anderen Ländern arbeiteten, konnten wir beobachten, dass unsere gnostischen Schüler von uns als Engel träumten, solange sie an uns glaubten. Es genügte, dass sie ihren Glauben an uns aufgaben und so sahen sie uns in ihren Träumen als Dämonen. Heute schworen sie vor dem Altar uns zu folgen, uns zu gehorchen und bewunderten uns voller Begeisterung und sie träumten von uns als Engel. Oft genügte es jedoch, dass diese Schüler irgendein neues Buch lasen oder irgendeinem Vortragenden zuhörten, um sich in einer neuen Schule einzuschreiben. Sobald sie aufhörten an uns zu glauben und ihre Ansichten und ihre Konzepte änderten, träumten sie von uns als Teufel. Was war nun mit der Hellsichtigkeit dieser Menschen? Was wurde aus ihren hellsichtigen Träumen? Was für ein Hellseher mag das wohl sein, der uns heute als Götter sieht und morgen versichert, wir seien Teufel? Wo ist die Hellsichtigkeit dieser Träumer? Warum widersprechen sie sich selbst. Warum schwören sie heute, wir seien Götter und morgen, wir seien Teufel? Was bedeutet das?Das Unterbewusstsein ist eine Leinwand, auf der viele innere Filme projiziert werden.

Das gegenwärtige Unterbewusstsein funktioniert manchmal als Kameramann, dann wieder als Regisseur oder auch als Vorführer, der die Bilder auf den mentalen Hintergrund projiziert.

Es liegt auf der Hand, dass der unterbewusste Vorführer viele Fehler machen kann. Niemand wird verneinen, dass auf der mentalen Leinwand fehlerhafte Gedanken auftauchen, grundloses Misstrauen und falsche Träume.

Wir müssen das Unterbewusstsein zu Bewusstsein verwandeln, wir müssen aufhören zu träumen, wir müssen das Bewusstsein erwecken. Wer erwacht, der kann nicht mehr träumen. Während sein physischer Körper im Bett schläft, lebt er in den inneren Welten in einem Zustand erhöhter Wachsamkeit. Solche Menschen sind wahre und erleuchtete Seher.

Wir können wirklich keine Hellseher als solche akzeptieren, wenn ihr Bewusstsein nicht erweckt ist. Wir können keine Hellseher akzeptieren, die ihren christifizierten Astralkörper, christifizierten Mentalkörper, christifizierten Willenskörper nicht erschaffen haben. Hellseher, die ihr Bewusstsein nicht erweckt haben, besitzen keine christischen Vehikel, sie sehen in den inneren Welten nur ihre eigenen Ansichten und Konzepte. In anderen Worten, sie sind unnütz.

Nur erwachte Hellseher, nur Hellseher, die bereits ihre christischen Vehikel besitzen, verdienen Glaubwürdigkeit. Sie sind keine Träumer. Sie irren sich nicht. Sie sind wahrhaft Erleuchtete. Solche Menschen sind echte Meister der Weißen Loge. Die Visionen solcher Menschen sind keine einfachen Träume. Solche Menschen sind vollkommene Meister. Diese Art von Meistern kann nicht mehr träumen. Sie können das Gedächtnis der Natur erforschen und in der versiegelten Chronik der Schöpfung die gesamte Geschichte der Erde und ihrer Rassen lesen.

Jeder, der dem Pfad der Perfekten Ehe folgt, muss in Achtsamkeit leben und wachsam sein wie ein wachsamer Soldat im Krieg. Während der Stunden des Schlafes prüfen die Meister ihre Schüler.

Während des Schlafes greifen uns die Mächte der Finsternis an, wenn wir am großen Werk arbeiten. Während des Schlafes müssen wir in den inneren Welten viele Prüfungen bestehen. Die Meister erwecken das Bewusstsein des Schülers, wenn sie ihn einer Prüfung unterziehen.


Mystische Begeisterung

Sonntag, 08. Januar 2017 - 10:48 Uhr  |  Kategorie: Psychologie

Auszug aus dem Buch “Ego, Essenz und Wirklichkeit” von Meister Kwen Khan

Die mystische Begeisterung ist ein grundlegender Bestandteil bei der ständigen Suche nach dem Sein.

Diese Begeisterung öffnet uns die Türen für Ideen, höheren Archetypen, Verständnis für die gnostische esoterische Arbeit und die entsprechende Zielstrebigkeit.

Um die mystischen Begeisterung zu finden, ist es vor allem nötig „eine Sehnsucht zu Sein“ zu haben und diese „Sehnsucht zu Sein“ muss man in die geheime Triebfeder jeder Handlung, jedes Gedanken, jedes Wunsches verwandeln.

Der Pessimismus ist der Hauptfeind der mystischen Begeisterung. Dieser Pessimismus ist das Ergebnis von unzähligen defätistischen Gedanken, vergangenen Frustrationen, unbeendeten Projekte, unerreichten Ziele, usw.. Der Pessimismus ernährt sich Tag für Tag, indem er unserer verarmten Psyche unbewusst neue fatalistische und hundertprozent defätistische Vorwürfe zufügt.

Wenn ein Anhänger eines esoterischen oder metaphysischen Weges ein übertriebenes Selbstwertgefühl hat, ist er leichte Beute für defätistische Gedanken, da er immer gefangen in seinen Träumen von Ruhm, Macht, Berühmtheit, Ansehen, usw. war, selbst auf dem Gebiet des spirituellen Lebens.

Der Schüler, der die Technik der ständigen Selbstverneinung lernt, erzeugt ein Schild, ein hermetisches Siegel, dem weder Lob noch Tadel etwas anhaben kann.

Hinter jeder Ruhmsucht existiert eine falsche mystische Begeisterung, die nicht vom Sein kommt, sondern vielmehr von der Gier nach Macht, dem Protagonismus oder Egozentrismus, den Eigenschaften des Verstandes des Jägers.

Die echte mystische Begeisterung ist tief und verlangt keine äußeren Anerkennungen seitens der Anderen, sondern sie freut sich an ihrem eigenen inneren Glück und bedeckt sich oft mit dem Gewand des Schweigens.

Man muss wissen, dass jeder pessimistische Gedanke oder Wunsch drei Stufen hat:

1) Das Entstehen des Gedankens an sich, aufgrund eines nicht umgewandelten unangenehmen Eindruckes.

2) Verbindung dieses Gedanken mit anderen ähnlichen seelischen Zuständen, zum Beispiel: Erinnerungen an ähnliche Situationen aus vergangenen Zeiten, verletzte Eigenliebe durch diesen neuen Eindruck, Schuldgefühle, Gefühle der Unfähigkeit, usw.. In diesem Moment wird dieses Paket von Egos stärker und versucht in Aktion zu treten, durch Worte, Schläge, Ausdrücke im Gesicht von Beklemmung, Missfallen, Wunsch nach Selbstmord, usw.. Gewöhnlich gibt jede Person ihre Kräfte, ihren Willen und ihre Beständigkeit für diese mentale Vorstellung und als unvermeidliche Folge hält sie das für real, was im Grunde eine gewaltige Unwirklichkeit ist.

3) Allmähliches Verschwinden der Kontrolle des Ichs über uns, nachdem es uns der Energien unserer organischen Maschine beraubt hat.

Möglicherweise, wenn wir uns nicht sehr mit diesem Paket von psychischen Aggregaten identifiziert haben, wird es von andere Eindrücken, die interessanter erscheinen, ersetzt.

Das Wichtigste bei einem pessimistischen Zustand ist es, vor allem die Banalität von allem, was in dem geschieht, was wir Leben nennen, zu erkennen.

Zutiefst und andauernd zu erkennen, dass nur die höchste Wirklichkeit das besitzt, was wir das „Sein“ nennen, bedeutet auch alles zu verneinen, auf das wir normalerweise übertrieben oder grundlos Wert legen.

Aus dieser Erkenntnis ergibt sich nach und nach die ursprüngliche Liebe für das Göttliche und auf der Suche nach dem was göttlich ist, bekommen die Worte, Gedanken, Handlungen, Sehnsüchte eine andere Note und der Gläubige beginnt eine innere und äußere authentische Metamorphose zu fühlen.

So wird die mystische Begeisterung genährt von der Kraft der Tatsachen und diese ursprüngliche Kraft ist es, die wirklich die höhere Ethik und den höchsten Willen des Anwärters des Lichtes bildet.

So können wir also zusammenfassen:

Es gibt keine mystische Begeisterung wenn es keine „Sehnsucht zu Sein“ gibt.

Die wahre mystische Begeisterung ist nicht äußerlich, sondern innerlich, obwohl sie sich in der Beständigkeit der Ziele widerspiegelt.

Die authentische mystische Begeisterung gewinnt man aus der Standhaftigkeit, die wir vor dem Wirbelsturm der egoischen Illusion bewahren können.

Die mystische Begeisterung stützt und nährt sich jeden Tag von der ständigen höchsten Wertschätzung der Lehre, die von jedem Anwärter praktiziert wird.

Mit der mystischen Begeisterung nehmen wir jeden Vorgang an, dem wir unterworfen werden müssen, denn wir verstehen den Wert des Wesentlichen und die Eitelkeit oder Banalität des Unwirklichen oder Künstlichen.

In Fülle zu leben bedeutet das Herz, den Verstand und unsere organische Maschine mit dem Wagen der mystischen Begeisterung zu verbinden.

Das ist möglich, indem man niemals den Hauptgrund unserer Existenz aus den Augen verliert und dieser ist: „Sein zu lassen um Sein zu werden“.

Im ständigen inneren Hinterhalt unserer mentalen Funktionen entdecken wir die gewaltige Kraft des Egos, das von Innen arbeitet und immer versucht, uns zum Verlassen des wahren Weges und den grundlegenden Faktoren, die ihn ausmachen, zu bringen.

Der wahre Mensch ist die Frucht der gewaltigen Bestimmung, sich selbst zu entsagen, um sich mit dem Göttlichen zu verbinden.

Dieser Verzicht beinhaltet viele Dinge:

  1. Seine alltäglichen und mechanischen Konzepte.

  2. Seine unangezweifelten gewohnheitsmäßigen Schlussfolgerungen.

  3. Sein Ansehen des Besserwissers.

  4. Das große Mittelpunkt in seinem Heim, Büro oder bei seinen Freunden zu sein.

  5. Die Werte seiner Persönlichkeit.

  6. Übertriebenes Vertrauen in seinen materiellen Besitz.

  7. Die egoische Selbstrechtfertigung, sei es verbal, mental oder in der Handlung.

Jetzt verstehen wir, warum viele Mystiker in der anscheinenden Abwesenheit von Gütern und materiellen Bequemlichkeiten ihre Ziele erreicht haben und sich nicht nur spirituell erhoben haben, sondern es auch erreicht haben, physisch zu levitieren.

Das ist das Ergebnis des unendlichen mystischen Eifers, nachdem sie sich innerlich verzehrt haben; dieser Faktor zusammen mit der Entwicklung des Herzchakras.

In diesem Fluss der transzendentalen mystischen Begeisterung entfaltet das Sein seine verschiedenen energetischen Quellen und der Mystiker wird ein Dichter, Philosoph, Künstler, Religiöser und Wissenschaftler: Hier sehen wir den Supermenschen in Aktion.

Unsere Empfehlung

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Die Morgenröte der Jugend von M.

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