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Mystische Begeisterung

Sonntag, 08. Januar 2017 - 10:48 Uhr  |  Kategorie: Psychologie

Auszug aus dem Buch “Ego, Essenz und Wirklichkeit” von Meister Kwen Khan

Die mystische Begeisterung ist ein grundlegender Bestandteil bei der ständigen Suche nach dem Sein.

Diese Begeisterung öffnet uns die Türen für Ideen, höheren Archetypen, Verständnis für die gnostische esoterische Arbeit und die entsprechende Zielstrebigkeit.

Um die mystischen Begeisterung zu finden, ist es vor allem nötig „eine Sehnsucht zu Sein“ zu haben und diese „Sehnsucht zu Sein“ muss man in die geheime Triebfeder jeder Handlung, jedes Gedanken, jedes Wunsches verwandeln.

Der Pessimismus ist der Hauptfeind der mystischen Begeisterung. Dieser Pessimismus ist das Ergebnis von unzähligen defätistischen Gedanken, vergangenen Frustrationen, unbeendeten Projekte, unerreichten Ziele, usw.. Der Pessimismus ernährt sich Tag für Tag, indem er unserer verarmten Psyche unbewusst neue fatalistische und hundertprozent defätistische Vorwürfe zufügt.

Wenn ein Anhänger eines esoterischen oder metaphysischen Weges ein übertriebenes Selbstwertgefühl hat, ist er leichte Beute für defätistische Gedanken, da er immer gefangen in seinen Träumen von Ruhm, Macht, Berühmtheit, Ansehen, usw. war, selbst auf dem Gebiet des spirituellen Lebens.

Der Schüler, der die Technik der ständigen Selbstverneinung lernt, erzeugt ein Schild, ein hermetisches Siegel, dem weder Lob noch Tadel etwas anhaben kann.

Hinter jeder Ruhmsucht existiert eine falsche mystische Begeisterung, die nicht vom Sein kommt, sondern vielmehr von der Gier nach Macht, dem Protagonismus oder Egozentrismus, den Eigenschaften des Verstandes des Jägers.

Die echte mystische Begeisterung ist tief und verlangt keine äußeren Anerkennungen seitens der Anderen, sondern sie freut sich an ihrem eigenen inneren Glück und bedeckt sich oft mit dem Gewand des Schweigens.

Man muss wissen, dass jeder pessimistische Gedanke oder Wunsch drei Stufen hat:

1) Das Entstehen des Gedankens an sich, aufgrund eines nicht umgewandelten unangenehmen Eindruckes.

2) Verbindung dieses Gedanken mit anderen ähnlichen seelischen Zuständen, zum Beispiel: Erinnerungen an ähnliche Situationen aus vergangenen Zeiten, verletzte Eigenliebe durch diesen neuen Eindruck, Schuldgefühle, Gefühle der Unfähigkeit, usw.. In diesem Moment wird dieses Paket von Egos stärker und versucht in Aktion zu treten, durch Worte, Schläge, Ausdrücke im Gesicht von Beklemmung, Missfallen, Wunsch nach Selbstmord, usw.. Gewöhnlich gibt jede Person ihre Kräfte, ihren Willen und ihre Beständigkeit für diese mentale Vorstellung und als unvermeidliche Folge hält sie das für real, was im Grunde eine gewaltige Unwirklichkeit ist.

3) Allmähliches Verschwinden der Kontrolle des Ichs über uns, nachdem es uns der Energien unserer organischen Maschine beraubt hat.

Möglicherweise, wenn wir uns nicht sehr mit diesem Paket von psychischen Aggregaten identifiziert haben, wird es von andere Eindrücken, die interessanter erscheinen, ersetzt.

Das Wichtigste bei einem pessimistischen Zustand ist es, vor allem die Banalität von allem, was in dem geschieht, was wir Leben nennen, zu erkennen.

Zutiefst und andauernd zu erkennen, dass nur die höchste Wirklichkeit das besitzt, was wir das „Sein“ nennen, bedeutet auch alles zu verneinen, auf das wir normalerweise übertrieben oder grundlos Wert legen.

Aus dieser Erkenntnis ergibt sich nach und nach die ursprüngliche Liebe für das Göttliche und auf der Suche nach dem was göttlich ist, bekommen die Worte, Gedanken, Handlungen, Sehnsüchte eine andere Note und der Gläubige beginnt eine innere und äußere authentische Metamorphose zu fühlen.

So wird die mystische Begeisterung genährt von der Kraft der Tatsachen und diese ursprüngliche Kraft ist es, die wirklich die höhere Ethik und den höchsten Willen des Anwärters des Lichtes bildet.

So können wir also zusammenfassen:

Es gibt keine mystische Begeisterung wenn es keine „Sehnsucht zu Sein“ gibt.

Die wahre mystische Begeisterung ist nicht äußerlich, sondern innerlich, obwohl sie sich in der Beständigkeit der Ziele widerspiegelt.

Die authentische mystische Begeisterung gewinnt man aus der Standhaftigkeit, die wir vor dem Wirbelsturm der egoischen Illusion bewahren können.

Die mystische Begeisterung stützt und nährt sich jeden Tag von der ständigen höchsten Wertschätzung der Lehre, die von jedem Anwärter praktiziert wird.

Mit der mystischen Begeisterung nehmen wir jeden Vorgang an, dem wir unterworfen werden müssen, denn wir verstehen den Wert des Wesentlichen und die Eitelkeit oder Banalität des Unwirklichen oder Künstlichen.

In Fülle zu leben bedeutet das Herz, den Verstand und unsere organische Maschine mit dem Wagen der mystischen Begeisterung zu verbinden.

Das ist möglich, indem man niemals den Hauptgrund unserer Existenz aus den Augen verliert und dieser ist: „Sein zu lassen um Sein zu werden“.

Im ständigen inneren Hinterhalt unserer mentalen Funktionen entdecken wir die gewaltige Kraft des Egos, das von Innen arbeitet und immer versucht, uns zum Verlassen des wahren Weges und den grundlegenden Faktoren, die ihn ausmachen, zu bringen.

Der wahre Mensch ist die Frucht der gewaltigen Bestimmung, sich selbst zu entsagen, um sich mit dem Göttlichen zu verbinden.

Dieser Verzicht beinhaltet viele Dinge:

  1. Seine alltäglichen und mechanischen Konzepte.

  2. Seine unangezweifelten gewohnheitsmäßigen Schlussfolgerungen.

  3. Sein Ansehen des Besserwissers.

  4. Das große Mittelpunkt in seinem Heim, Büro oder bei seinen Freunden zu sein.

  5. Die Werte seiner Persönlichkeit.

  6. Übertriebenes Vertrauen in seinen materiellen Besitz.

  7. Die egoische Selbstrechtfertigung, sei es verbal, mental oder in der Handlung.

Jetzt verstehen wir, warum viele Mystiker in der anscheinenden Abwesenheit von Gütern und materiellen Bequemlichkeiten ihre Ziele erreicht haben und sich nicht nur spirituell erhoben haben, sondern es auch erreicht haben, physisch zu levitieren.

Das ist das Ergebnis des unendlichen mystischen Eifers, nachdem sie sich innerlich verzehrt haben; dieser Faktor zusammen mit der Entwicklung des Herzchakras.

In diesem Fluss der transzendentalen mystischen Begeisterung entfaltet das Sein seine verschiedenen energetischen Quellen und der Mystiker wird ein Dichter, Philosoph, Künstler, Religiöser und Wissenschaftler: Hier sehen wir den Supermenschen in Aktion.

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